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Die Wesertour 1996

(Mitgefahren sind: Daniel u. Katharina Heiliger, Anja, Dieter und Julia Hollands, Sandra Köpping, Peter, Rene und Sebastian Plocek, Stefano Russo, Angela, Brigitte, Carolin, Dominik und Veronika Seifert, EstherMarie, Karl und Rebecca Verbücheln)

Für mich fing die Wesertour erst am 30. Juli an, da ich nach einer Rheintour mit Dominik und meinen Eltern krank geworden war und erst wieder einigermaßen fit sein musste.

Natürlich durfte ich diese tolle Vereinsfahrt nicht verpassen, daher ließ ich mich von Opa an diesem Morgen nach Beverungen bringen. Die anderen waren in den letzten Tagen von Hann.-Münden bis nach Beverungen gepaddelt. In Beverungen angekommen wurde nur schnell das Zelt aufgebaut, und schon ging's mit den anderen in den Ort - der uns nicht wirklich interessierte - und weiter in ein Freibad. Nachdem wir uns dort schön ausgetobt hatten, verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend am Zeltplatz.

Am nächsten Tag brachen wir bei schön gleichmäßigem Landregen unser Lager ab und sahen zu, dass wir auf Wasser kamen. Prompt hörte es auf zu regnen. Zunächst hatten wir guten Rückenwind, so kamen wir auf die Idee, die Boote zusammen zu legen und eine große Zeltplane als Segel zu benutzen. Aber zwischendurch wurde sogar tatsächlich gepaddelt. In Höxter machten wir Pause, weil Sandra und Karl noch einkaufen mussten. Wir anderen amüsierten uns in der Zeit köstlich: Wir pausierten direkt gegenüber einer Kaserne, wo gerade eine Übung war: Die Soldaten mussten sich erst ausziehen (unter viel Gekichere unsererseits), dann durch einen Seitenarm der Weser schwimmen und sich wieder anziehen. Bald kamen unsere Einkäufer wieder und weiter ging's.

In Holzminden angekommen wurden wir schwer enttäuscht: der Platz und die sanitären Anlagen waren viel zu klein für uns! So mussten wir zwölf km weiterfahren bis Polle und hatten somit vierzig km hinter uns. Alle waren müde und die Stimmung beim Aufbauen der Zelte war ziemlich angespannt, zumal die Heringe nach einer dünnen Erdschicht nur auf Schotterboden stießen. Dafür ließ sich der folgende Tag schon besser an: die Sonne lachte vom Himmel! Wir hatten uns vorgenommen, die zweiundvierzig km bis Hameln zu fahren, da vorher kein geeigneter Platz mehr war, und um das Wochenende in Hameln zu verbringen.

Erst gegen Mittag kamen wir auf Wasser. Nach vielen Treibpausen und etlichen Kilometern kamen wir am Hamelner KC an. Leider war dort der Anleger so hoch, dass es äußerst schwierig geworden wäre, die Zweier dort zu ent- und beladen. So kam nur der nahegelegene Campingplatz in Frage, der dann auch unser Standplatz wurde. Unsere Zelte standen auf der Liegewiese des platzeigenen Swimmingpools, den wir, obwohl es schon acht Uhr abends war, erst einmal testen mussten.

Am nächsten Morgen war es zu heiß, um lange zu schlafen. Wir verbrachten den Tag mit Bummeln durch Hameln und Einkaufen für die nächsten Tage. Abends kamen unsere Wochenendbesucher, Maria und Karl-Heinz, an. Stefano machte mit den Kleinen noch eine Nachtwanderung, wobei er leider von einem Betrunkenen angepöbelt wurde, was den Kleinen fürchterliche Angst eingejagt hat. Trotzdem verbrachten wir noch einen Tag in Hameln. Wir schlenderten wieder durch die Stadt, wo einige Schausteller ihre Stände aufgebaut hatten und Straßenmusikanten spielten. Am Abend zerstreute sich unsere übliche gemütliche Runde rasch, da es ziemlich kalt geworden war.

Dann kam wieder ein aktiver Tag: wir brachen unser Lager ab und paddelten nach Rinteln. Maria und mein Vater hatten das ganze Gepäck im Auto mitgenommen, so dass die 27 km wie im Flug vergingen, so schnell waren wir auf einmal. Abends setzten wir uns zusammen und feierten in den Geburtstag meiner Mutter rein. Der nächste Tag war zwar sehr sonnig aber auch sehr windig. Wir vertrödelten den Tag mit Einkaufen in Rinteln, Dösen am Platz und Schwimmen im Freibad nebenan. Gegen Abend fuhren Maria und mein Vater nach Hause und wir anderen saßen noch eine Weile vor unseren Zelten.

In den folgenden drei Tagen entspannten wir uns total: wir saßen am Platz herum, gingen in die Stadt oder ins Freibad, an einem Tag ins Hubschraubermuseum in Bückeburg und an einem anderen sahen wir "Werner 2" im Kino. Am 8. August feierten wir außerdem Dieters Geburtstag. Dann war er tatsächlich gekommen: der letzte Tag unserer Ferienfahrt. Wir packten unsere Sachen, luden sie in die Boote und paddelten los. Die vierzig km waren wahnsinnig anstrengend, denn die Kanadierbesatzung war anders als sonst. Normalerweise saßen im "Scheich Rudi" Sandra, Anja, ich, Sebastian, Carolin und Stefano. Auf dieser Fahrt saßen dort Peter, ich, Daniel, Katharina, Carolin, Sebastian und Stefano. Außerdem hatten die Kleinen oft einfach keine Lust mehr zu paddeln und taten es dann auch nicht. Aber trotzdem war es eine insgesamt total schöne Tour und ich fand es ganz toll, dass so viele mitgefahren sind.

A. Seifert


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